Was gibt es Neues bei den Lamas vom Blauen Berg?

Viele Besucher unserer Internetseite fragen sich warum wir sie seit längerem nicht erneuert haben. Diesmal ist es nicht, wie bis anhin meist der Fall, einfach nur Zeitmangel:

Seit Frühjahr 2016 sind wir hier im Elsass, nahe der Grenze zur Schweiz und zu Deutschland, in einer "reglementierten Zone für die Blauzungenkrankheit vom Virustyp 8". Aus diesem Grund können wir momentan keine Tiere exportieren.

Diese ursprüngliche Schafskrankheit ist in Zentral-Frankreich seit Mitte 2015 wieder ausgebrochen und hat inzwischen fast das ganze Land erreicht. Sie wird von Mücken übertragen und breitet sich deshalb hauptsächlich in den wärmeren Jahreszeiten (über 12 Grad) aus.

Obwohl der Typ 8 eine recht harmlose Form dieser Viruskrankheit ist, wird mit einschneidenden Massnahmen versucht ihre Verbreitung einzudämmen. Lamas können wahrscheinlich gar nicht befallen werden, es besteht aber die Möglichkeit dass sie gesunde Träger sein und somit als Ueberträger in Frage kommen könnten.

Im Gegensatz zum letzen Ausbruch vor ein paar Jahren, welcher auch die Schweiz und Deutschland betroffen hatte, wird dieses Mal seltsamerweise den Kameliden die Möglichkeit der Impfung abgesprochen, da der Impfstoff scheinbar nicht offiziell für sie zugelassen ist. Geimpfte Tiere anderer Gattungen können mit diversen Auflagen exportiert werden

Da unsere Tiere keinen grossartigen wirtschaftlichen Faktor darstellen, wird sich das wohl auch nicht so schnell ändern.

Es ist allerdings mehr als wahrscheinlich dass die sogenannten Vektoren (Culicuides-Mücken) nicht vor den nationalen Grenzen haltmachen werden. Sobald unsere Nachbarländer auch betroffen sein werden, fallen die Exportbeschränkungen wieder weg.

Inzwischen sind die neuesten Verkaufslisten, zum Beispiel, immer zuerst auf unserer französischen Version zu sehen. Wir werden uns aber bemühen, in der Hoffnung auf bessere Zeiten, gelegentlich auch die deutsche Variante auf den neuesten Stand zu bringen.

Vielen Dank für Euer Verständnis.

Das Team vom Blauen Berg

Hier noch die neueste Karte mit der Verteilung der nachgewiesenen Fälle. Auffällig ist besonders die relative Häufigkeit unmittelbar an der südwestlichen Schweizergrenze.

FCO3