PeruMblue

DER URSPRUNG - Themenübersicht

Lamas (lama glama) gehören zu der zoologischen Familie der Kameliden. Es gibt vier Arten südamerikanischer Kleinkameliden: die seit 7 bis 8000 Jahren domestizierten Lamas und Alpakas, sowie ihre wild lebenden Vorfahren und Vettern, die Guanacos und die Vicuñas.

Da die Lamas im Altiplano zunehmend ihre Bedeutung als Transportmittel verlieren, werden sie immer weniger gezielt gezüchtet und selektiert, wodurch ihre angestammten Qualitäten, das Resultat von Jahrtausenden züchterischer Arbeit, rapide degenerieren. Der Bestand ist zwar noch nicht beängstigend klein, aber immer wieder Seuchen und durch Klimaschwankungen bedingtem Futter- und Wassermangel ausgesetzt. >> Kleinkameliden

Die südamerikanischen Kleinkameliden leben hauptsächlich in den folgenden fünf Anden-Ländern: Peru, Bolivien, Ekuador, Chile und Argentinien. Vor der Eroberung durch die Spanier, denen innerhalb von 10 Jahren 90% der Kameliden und 80% der Menschen zum Opfer vielen, lebten sie überall in den nicht-tropischen Gegenden dieser Region, vom Meeresspiegel bis in die höchsten Hochebenen. Seither haben die importierten europäischen Nutztiere sie immer mehr in die Berge verdrängt (3000 bis über 5000 m ü. M). >> Ursprungsgebiet

Die Lamas sind die heiligen indianischen Tiere der Anden Südamerikas und in manchen Gegenden auch heute noch überlebenswichtig für die Bevölkerung der kargen Hochebenen. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Mythologie und den Ritualen der eingeborenen Anden-Völker, insbesondere Perus und Boliviens, den Aymara und Quechua Indios, die sie « unsere sprachlosen Brüder» nennen. >> Lamas + Ureinwohner

Die verschollenen Nutzpflanzen der Inkas: Auf den steilen, bis 4000m hohen Hängen jener Gebirgskette die den ganzen Südamerikanischen Kontinent durchquert und die enorme klimatische Bandbreite von polar bis tropisch ihrer Heimat nutzend, haben die Inkas und ihre Vorgänger, eine Vielzahl von Nutzpflanzen angebaut. Man geht von mindestens 70 Arten aus, d.h. etwa gleich viel wie alle Kulturpflanzen der Bauern Europas zusammen.

Durch die bemerkenswerte kollektive Organisation und die Produktivität ihrer Landwirtschaft hatten sie jeweils Vorräte für drei bis sieben Jahre eingelagert um 15 Millionen Einwohner zu ernähren. Die gesamte Transportarbeit dieses komplexen Versorgungssystems wurde von den Lamas geleistet. >> Indio-Kulturen

Die Alpakas: Diese nahen Verwandten der Lamas produzieren eine qualitativ hochstehende Wolle und sind stärker bewollt und kleiner als diese. In vielen Punkten den Lamas sehr ähnlich, haben sie einen ausgeprägteren Herdentrieb und sind dem Menschen, mit dem sie nie so eng zusammengearbeitet haben, etwas weniger verbunden. Ihre geringe Grösse und ihr plüschtierhaftes Aussehen machen sie aber zum Liebling all jener die sich von den grösseren, aber eigentlich umgänglicheren Lamas zu sehr beeindrucken lassen.>> Alpakas

Bei den Lamas unterscheidet man heute zwischen leicht, mittel und stark bewollten Tieren. Ursprünglich gab es zahlreiche lokale Typen, aber wirklich definierte Rassen mit klaren Merkmalen und Farben sind nie gezüchtet worden.>> Lamatypen

Neuerdings zeichnet sich eine Tendenz ab auch bei den Woll-Lamas noch unterschiedliche Wollstrukturen zu differenzieren.>> Woll-Lama-Typen

Die Herkunft der Lamas vom Blauen Berg: Der grösste Teil der heute über dreihundertköpfigen Herde stammt von den ersten zwei Chile-Importen von 1991 und 1994 ab. Inzwischen sind auch noch Argentinische und Nordamerikanische Linien dazugekommen. >> Herkunft

Top

Home